Im Laufe des Tutoriums produzieren nicht nur die Lerner, sondern auch wir jede Menge Texte. Die Lerner erwarten von uns als Lehrer/Tutoren fehlerfreie Texte, korrekte Formulierungen. Doch unvermeintlich passieren Fehler, sei es Tippfehler, Flüchtigkeitsfehler, grammatische oder Formulierungsfehler. Dies kann natürlich genauso wie bei den Lernern verschiedene Ursachen haben. Doch wie gehen wir mit unseren Fehlern um? Welche Möglichkeiten und Strategien gibt es für die Korrektur unserer Lehrertexte?
Im Seminar haben wir einige Möglichkeiten aufgezählt. Postet Eure Ideen und Meinung zu dem Thema bitte hier im Kommentar - natürlich auch die Abwesenden!
Sonntag, 9. Dezember 2007
Umgang mit den eigenen Fehlern
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9 Kommentare:
Da ich erst seit vier Jahren in Deutschland bin und mein Deutsch sowohl in Schrift als auch in Sprache noch nicht perfekt ist, mache ich Fehler. Ich bemühe mich natürlich fehlerfrei zu schreiben bzw. zu sprechen, was jedoch nicht immer gelingt:) Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass man eigene Fehler akzeptieren und sich zu ihnen bekennen sollte:-)
Eine Möglichkeit Fehler in unseren Texten zu vermeiden, wäre zum Beispiel, dass wir unsere Texte einem Muttersprachler zum Korrekturlesen geben, oder dass man wirklich konzentriert arbeitet, wenn man die Texte schreibt...
Ich denke als nicht Muttersprachler es ist mir erlaubt Fehler zu machen, denn nur aus seinen Fehlern lernt man.
Mir geht es genauso an. Als nicht Muttersprachler wissen wir wie schwierig ist richtig auf Deutsch zu sprechen oder schreiben und was für eine Menge an Konzertation dabei notwendig ist... Früher habe ich mir den Kopf bei jedem einzelnen Fehler zerbrochen, aber langsam lerne ich, wie man mit Fehlern umgehen sollte und je weniger ich meine Fehler als "Fehler" sehe, desto weniger verspreche oder verschreibe ich mich. Also einfach locker zu bleiben ist manchmal die bessere Lösung!
Doch da wir ja auch Alle Fremdsprachenlerner sind, müssen wir auch die Erwartungshaltung der Lerner verstehen und nachvollziehen können! Wie seid Ihr mit den gemachten Fehlern Eurer Lehrer - die nun mal in jedem Unterricht passieren können - umgegangen?
Auf jeden Fall haben wir uns nie getraut, diese zu korrigieren :-) Aber ein bisschen schlechtes bild ist es schon, wenn man als Lernende die Fehler der Lehrer rausfischen kann...
Ich bin zwar Muttersprachlerin, aber auch mir können Fehler unterlaufen. Gerade durch die Fähigkeit zum blitzschnellem Denken in der deutschen Sprache unterlaufen auch mir sowohl syntaktische Missgeschicke als auch häufige Tippfehler, die der Lerner ja nicht unbedingt als solche erkennt. Auf Grund der hohen Erwartungshaltung an mich als Muttersprachlerin darf dies eigentlich nicht passieren. Deshalb versuche ich mir immer die Zeit zu nehmen nochmal genau Korrektur zu lesen - und dabei evtl. auch einfachere Formulierungen zur besseren Verständlichkeit zu finden.
Einmal ist es mir passiert, dass mir ein Scheibfehler erst aufgefallen ist, nachdem ich die E-Mail bereits an meinem Tutee abgeschickt hatte. Da habe ich dann einfach eine zweite Mail mit einer Selbstkorrektur gesendet, da ich es nicht verantworten konnte, etwas falsch stehen zu lassen. Im Nachhinein denke ich, dass dies sogar ein Glücksfall gewesen ist, weil ich so gezeigt habe, dass auch mir Fehler unterlaufen können und so die Nervosität meines Tutees beim Verfassen deutscher Texte hoffentlich auch etwas gedämpft werden konnte. Gleichzeitig wurde das Auge des Lerners vielleicht auch explizit auf diesen Fehler gelenkt. Vielleicht hat sie sich ja dadurch ja erst recht auch etwas gemerkt?!
Ich bin der Meinung, dass jeder einmal Fehler macht.
Um aber möglichst alle Fehler zu vermeiden denke ich, dass selbst die Lehrer mit Deutsch als Muttersprache es so machen könnte mit dem Korrekturlesen lassen.
Aber man könnte auch den Lernenden sagen,dass sie, wenn sie einen Fehler bei uns, dem Lehrenden, entdecken, dies ruhig aufzeigen können.(Allerdings muss man dafür auch bereit sein, seine eigenen Fehler als Lehrer einzugestehen...)
Denn durch Fehler lernt man, ob durch eigene oder die anderer....
Das Fehler passieren, ist ganz natürlich. Ich merke bei mir selbst immer, dass ich nach dem Schreiben oft keine Lust mehr habe, nocheinmal ganz genau alles durchzudenken. Natürlich schaue cih auf Fehler und korrigiere, was mir auffällt, aber manchmal reichtd as eben nicht aus. Ich denke, es ist daher auch für Muttersprachler wirklich sehr hilfreich, wenn jemand anderes Korrektur liest.
Mir selbst fallen oft die Fehler in Texten von anderen eher auf, als n meinen eigenen Texten. Eigene Texte werden oft nur schnell überflogen, weil der Inhalt einem ja bekannt ist. So werden Fehler schnell übersehen.
Falls doch ein Fehler mit abgeschickt wird, halte ich es für wichtig, auf den Fehler aufmerksam zu machen, wie z.B. Annett es geschildert hat. Zu hoffen, dass die Lerner den Fehler nicht bemerken wäre die falsche Alternative.
Auf jeden Fall solltend ei Lerner aber auch dazu aufgefordert werden, den Lehrer auf Fehler aufmerksam zu machen.
Flüchtigkeitsfehler können jedem mal passieren und sind nur menschlich. Auch sind nicht alle Tutoren Deutschmuttersprachler. Eine gute Strategie zur Fehlervermeidung ist sich die Texte vor dem veröffentlichen nochmal gut durch zulesen und evtl. von jemand anderem aus der Gruppe oder zu Hause noch mal überprüfen zu lassen, denn grade Tippfehler übersieht man selber schnell. Auch die Rechtschreibprüfung von Windows oder im Blog kann nützlich sein.
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